Rom 2012 - Reisebericht

Gruppenbild Romreise 2012
In der Zeit vom 21. bis 28. Oktober 2012 besuchten Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft  die "Ewige Stadt" Rom.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen...

Lesen Sie hier den Reisebericht von Rainer Kruse aus Rhauderfehn, der mit seiner Familie an der Romfahrt teilgenommen hat.

 

 

"Nein, mein Mann würde nie eine Gruppenreise mitmachen!"  Wie oft haben wir diesen Satz gehört, wenn wir vor unserer Romreise Bekannte gefragt haben, ob sie nicht mitkommen würden. Diejenigen, die skeptisch waren und sich trotzdem getraut haben, sind froh. Sie haben eine tolle Reise erlebt. Dieses Reiseerlebnis in der Gruppe gehabt zu haben, verstärkt die positiven Urlaubserinnerungen um ein vielfaches, weil das gemeinsamt erinnern und austauschen der neuen Eindrücke unser tägliches Einerlei immer wieder unterbricht und den Erholungswert lange nachwirken läßt. Für uns ist klar:

 

Rom würden wir immer wieder als Gruppenreise buchen! Was war das schön!

 

Okay, okay für die, die im Bus in einem durchgefahren sind, ist es sicherlich anstrengend gewesen. Über 20 Stunden ist eine lange Zeit. Aber sie konnten ja wählen - entweder mit Übernachtung oder per Flugzeug ab Düsseldorf.

 

Als alle am Montag auf dem Campingplatz Fabulous in Rom Ostia ankamen, war die Stimmung ut. Blauer Himmel, Sonnenschein, 26 Grad. Der Platz umgeben von hohen Pinien. Idyllisch gelegen mit zwei großen Swimmingpools. Die Unterkunft bescheiden ind Mini Mini Bungalows, aber mit Veranda, auf der sie alle immer wieder in einer Atmosphäre saßen, die ein bisschen an Robinson Crusoe erinnerte.

 

Dann ging es am nächsten Tag schon mit dem Bus in die Stadt. Da Rom sehr Spaziergänger freundlich ist, konnten hier viele Sehenswürdigkeiten zu Fuss bewältigt werden. Begonnen wurde bei der Engelsburg, über die Piazza Navona am Pantheon vorbei in Richtung Fontana de Trevil

 

Schon bei der Beschreibung der Piazza Navona, das langgestreckte Oval, deren Grundsteine ursprünglich die Haupttribünen des Domitian Stadion waren, fühlte man sich in der Zeit zurückversetzt. Über 35 000 Menschen passten damals in dieses Stadion, in denen unter anderem Gladiatorenkämpfe stattfanden und viele Christen ihr Leben verloren.

 

Keine andere Piazza kann mit der aufregenden Piazza Navona konkurrieren!

Unvergessen auch der Pantheon. Im ersten Bau, 25 vor Christus, unter Marcus Agripus ein noch den Göttern geweihter Tempel, wurde daraus im Mittelalter eine Kirche und im Laufe der Zeit ein Wahrzeichens Roms.

 

Ein Geheimtipp in Rom ist auch der Campo Santo Teutonica. Dies ist ein kleiner verwunschener Friedhof in direkter Nähe zum Petersdom. Hier liegen seit etlichen Jahrhunderten Deutsche begraben, die durch die Zugehörigkeit zu einer Kölner Bruderschaft die Möglichkeit haben, sich dort beerdigen zu lassen.

 

Ohne Anmeldung und ohne die organisierte Reise wären wir hier gar nicht reingekommen. Es war wunderbar, einmal den Touristenströmen zu entkommen und hier Abseits gelegen in der Stille zu verweilen.

 

Angrenzend zum Friedhof gibt es ein deutsches College und eine Kirche, in der Messen auf Deutsch gelesen werden. In dieser Kirche durften auch wir unsere Messe feiern.

 

Höhepunkt unserer Reise natürlich: Die Papstaudienz! Wir saßen als Gruppe zwischen Menschen verschiedenster Nationalitäten. Jeder hatte seinen gelben Romschal um, damit wir uns wiedererkennen konnten. Als wir aufgerufen wurden, war der Jubel groß.

          

Danach ging es in den Petersdom, und wer die 320 Stufen zur Aussichtsplattform hinter sich gelassen hatte, wurde mit einem grandiosen Blick über den Petersplatz und die vatikanischen Gärten bis weit über Rom belohnt. Herrlich!

 

Am Donnerstag ging es für die meisten der Gruppe nach Pompeji. Auf diesem Weg liegt zwischen Rom und Neapel, Motecassino. Hier machten wir einen kleinen Abstecher. Die Abtei Montecassino gilt als Urkloster der Benediktiner. Das Kloster liegt auf einem 516 Meter hohen Berg und wurde um das Jahr 529 vom hl. Benedikt gegründet. Nachdem Montacassono durch das beispielhafte Leben und das Grabmal seines Gründers zur Berühmtheit gelangt war, erlebte es im Laufe der Jahrhunderte sowohl in religiöser Hinsicht, als auch unter kulturellem und künstlerischem Aspekt eine Blütezeit und wurde bald in der ganzen Welt bekannt.

 

Pompeji war für mich persönlich die Erfüllung eines Wunsches aus meiner Kindheit. Eine Stadt, die im Jahre 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs vollständig unter einem Asche- und Lapilliregen begraben wurde. Viele Menschen kamen ums Leben. Erst viele Jahrhunderte später entdeckte man bei Bauarbeiten in den Jahren 1595 - 1600 die ersten Spuren der Stadt. Systematische Grabungen gebannen 1748 und dauern bis heute an.

 

Es war faszinierend, durch die Strassen einer Stadt zu laufen, in der vor so langer Zeit einmal 20 000 Menschen gelebt haben, und die so groß ist, dass man sich fast darin verlaufen konnte.

 

Leider ist die Woche viel zu schnell vergangen und in Rom gibt es noch ganz viel zu sehen. Vielleicht können wir ja nächstes Jahr wieder eine Romreise anbieten. Dann können alle diejenigen mitkommen, die sich geärgert haben, dass sie nicht dabei waren und die richtig was verpasst haben.

 

Denn in Rom sollte jeder gewesen sein!

 

Rainer Kruse

Einige Bilder der Fahrt von Gerhard Niet

  • 01_am_flughafen_dsseldorf
  • 02_ankunft_im_camp
  • 03_im_camp

Weitere ext linkEindrücke der Romreise finden Sie auf der Seite des Veranstalters. Schauen Sie einfach mal rein!