Messdiener, die Assistenten des Pfarrers

 

Messdiener/innen haben die Aufgabe, den Priester während des Gottesdienstes zu unterstützen.
Sie vertreten dabei  die Gemeinde am Altar.

 

Die Zahl der Messdiener/innen in Deutschland liegt laut Statistik bei über 430 000 Kindern und Jugendlichen.

Auch in unserer Kirchengemeinde gibt es eine große Anzahl Jungen und Mädchen,  die als Messdiener/innen im Alter von 10 bis 16 Jahren ihren Dienst am Altar verrichten.

 

Messdiener am Altar

Es ist wichtig, dass  Messdiener/innen eine gute Gemeinschaft untereinander bilden.

Wir nehmen regelmäßig an Gottesdiensten teil und organisieren verschiedene Veranstaltungen, im kirchlichen Bereich und auch im Freizeitbereich. Zu nennen wären z..B. das Fußballturnier "Mini-Cup", Fahrradtouren, Ausflüge und vieles mehr.

Wir haben eine eigene Gruppenfahne und T-Shirts mit unserem Logo.

Messdiener im Schnee

Herzlich laden wir die Kinder ein, die schon ihre Erstkommunion empfangen haben, bei uns als   Messdiener/innen mitzumachen.

Gruppenbild bei der Verabschiedung von Papter Lucas

Wenn du mitmachen möchtest, melde dich bitte bei Adelinde Tecklenborg. Tel.: 04952-82440

 
 
Fotos: H.-G. Voßkuhl

 

Der Patron der Messdiener ist der hl. Tarzisius

Tarzisius! Das ist doch der kleine Ministrantenknabe, der  tapfer wie ein Mann gestorben ist. Nun kommt grübelnder Menschenverstand und möchte wissen, wie es damals wirklich gewesen ist, als Tarzisius gestorben ist.

Fragen wir die Geschichte, doch so kommen wir nicht weit. Bei ihr ist es so: je weiter vom Gegenwartsgeschehen wir uns entfernen, desto dürftiger wird ihre Kunde über das jeweilige Geschehen. Bei unserem Heiligen will sie gar nur das knappe Sätzlein:  "Tarzisius lebte zur Zeit der Kirchen- und Christenverfolgung in Rom, wo er auch eines gewaltsamen Todes für seinen Glauben an Christus gestorben ist." Über die Begleitumstande seines Sterbens gibt Papst Damasus (gestorben 384) einige  wertvolle Hinweise. "Tarzisius ist, als er die heilige Eucharistie zu Gläubigen trug, von heidnischem Pöbel überfallen und erschlagen worden." Mit diesen beiden Angaben lässt leicht sich rekonstruieren,  wie es zum gewaltsamen Tode unseres Heiligen gekommen ist: Im Kerker warteten  Christen auf den Tag ihrer Hinrichtung. Sie warteten aber auch auf die hl. Kommunion, um vorbereitet ihren schweren Gang in den Tod anzutreten. Wer aber sollte die heilige Eucharistie sicher in die Kerker bringen? Die Priester  konnten es nicht; sie waren zu sehr bekannt. Da ist Tarzisius es gewesen, der  sich für den gefahrvollen Dienst freiwillig gemeldet hat. Bei der Ausübung des  heiligen Dienstes ist er dann ums Leben gekommen. Diese Tatsache blieb, wenn auch Einzelheiten allmählich  verblassten, in der Erinnerung des Volkes haften. Eine Legende ist um seine Person herum entstanden. Nun aber ist Legende niemals bloße Erfindung. Von  Tarzisius erzählt sie also:

Er war noch ein kleiner Junge, kaum älter als 12 Jahre,  als er schon reif war für die größte Heldentat. Früh hatte er seine Eltern verloren, wohnte bei einem reichen Onkel, der noch Heide war. Anders Tarzisius: Ihn hatte Gott mitten aus seiner heidnischen Umgebung zur Wahrheit gerufen, zum Glauben.
Und der kleine Tarzisius nahm es ernst, sehr ernst mit seinem Christsein. Während die anderen noch schliefen, schlich er sich über Treppen und  Gänge aus dem Hause seines Onkels zum Gottesdienst. Die christliche Gemeinde Roms hielt große Stücke auf den eifrigen Jungen, bald vertraute man ihm das  verantwortungsvolle Amt eines Türhüters in der Kirche an, damit sich kein Unbefugter zur Feier der heiligen Geheimnisse einschleiche.

Wieder hetzte  man in Rom die Christen, wie schon so oft seit den Tagen des heiligen Petrus, der als erster für Christus in Rom verblutete. Im Mamertinischen Kerker  schmachteten christliche Männer und Frauen, ermutigten einander, beteten, sangen  Loblieder zu Gottes Ehre. Aber sie waren ohne die Stärkung des Allerheiligsten Sakramentes. Es ist Gottesdienst in der Katakombe der Hl. Lucilla. Papst Stephan feiert selbst die Messe, predigt, fragt: "Wer ist bereit, unseren Gefangenen die Hl. Kommunion zu bringen? Nur die Jüngeren können es noch wagen, wir erwachsenen Christen sind alle verdächtig." Fest und langsam geht  Tarzisius auf den Papst zu, erklärt: "Ich bin bereit, mit meinem Leben werde ich es schützen, das höchste Gut." Tags darauf kniete Tarzisius vor dem Altar.  Bonus, der Priester, reichte dem Jungen das Allerheiligste, das er als Wegzehrung den Gefangenen bringen sollte. Ans Ziel kam er nicht. Ein Sklave aus dem Hause seines Onkels hatte schon lange das Tun des Tarzisius ausspioniert, hatte irgendwie Kunde bekommen von dessen  Botengang, hatte dessen heidnischen Alters- und Spielgenossen auf die Spur des Gottesträgers gesetzt. Eine Aufforderung zum Spiel ist der harmlose Anfang, als sie Tarzisius eingeholt hatten. Der legt seine über der Brust gekreuzten Hände noch fester um das Allerheiligste und will weitergehen. Sie verstellen ihm den Weg und schon fällt auch die verhängnisvolle Frage: "Was hältst du so fest  verborgen? Herzeigen!" Knapp und gesetzt kommt von Tarzisius die Gegenrede: "Nie  und nimmer!" Eine regelrechte Rauferei hebt an, Erwachsene kommen dazu, wollen dem verzweifelt sich wehrenden Tarzisius helfen. Da fällt das Wort: "Er ist ein  Christ, trägt das Geheimnis der Christen." Nun prasseln Stockschläge auf den Bekennerknaben hernieder, Steine fliegen gegen ihn. Schwer getroffen liegt  Tarzisius auf dem Boden, blutet, stöhnt vor Schmerzen, aber das Geheimnis lässt er nicht los, auch dann noch nicht, als ein Stein ihn tödlich an der Schläfe getroffen hatte. Schon war man dabei, seine immer noch fest zusammengepressten Hände zu lösen, um an das Geheimnis heranzukommen, als jemand  rief: "Leichenräuber!" Die Meute stob auseinander, denn Leichenraub wurde nach dem Römischen Recht schwer bestraft. Ein Christ nahm den toten Tarzisius auf seine Schultern, trug die Leiche in die Gruft des Papstes Zephirinus. Unversehrt fand man das heiligste Sakrament. Mit seinem Leben hatte Tarzisius es geschätzt. Das war im Jahre 257.

Gedenktag: 15. August
Liturgische Farbe: rot
Namenserklärung: ursprünglich aus dem  Griechischen stammend, aber lateinisiert.
Bedeutung: der  Mutige Patronat: Schutzheiliger der  Messdiener
Reliquien: Die leiblichen Überreste des  Heiligen befinden sich in Rom.
Darstellung: meist in altrömischer Knabentracht, die Hände über der Brust gekreuzt. Manchmal auch gehend, mit  Palme, Steinen und Hostie als Zeichen seines bestandenen Martyriums.

 

 

Messdienergebete


Herr Jesus Christus, du hast gesagt, wo zwei oder drei in deinem Namen versammelt sind, da bist du mitten unter ihnen. Mache uns zu Christen, die dir gerne dienen. Gib uns Kraft dafür, auch wenn wir manchmal auf einsamen Posten stehen. Amen.


Sei bei uns, Jesus, auf unserem Weg. Geh mit uns Schritt für Schritt.
Mach unsere tauben Ohren auf. Lass unsere blinden Augen sehen.
Gib uns von deinem Heiligen Geist. Lass uns in deinem Geist Gemeinde werden und weitersagen, was uns im Glauben stärkt. Lass uns mit Herzen, Mund und Händen dabei sein, wenn wir nun miteinander Gottesdienst feiern. Amen.

Wenn du mich brauchst, Jesus, will ich tun, was zu tun ist.
Vielleicht mehr noch: Helfen, damit Glaube deutlich werden kann.
Wenn du mich brauchst, bin ich da, für dich, Jesus, für die Gemeinde.
Du hast mich gerufen, ich bin bereit zu deinem Dienst. Amen.

Lass mich spüren, Jesus, dass du mir nahe bist.
In jedem guten Gedanken, in jedem guten Wort und in jedem guten Werk!
Nimm mein Leben in deine Hände und lass nicht zu,
dass ich mich durch Egoismus und Sünde selbst zerstöre!
Mach mich zu einem neuen Menschen, der erfüllt ist von dir und von deinem Geist!
Mach auch alle anderen Messdiener zu neuen Menschen, die sich in seinem Namen versammeln. Amen.