Neuausgabe des "Gotteslob" zu Beginn des Kirchenjahres

 


neues gotteslob basisausgabe-130x200Zum 1. Advent erschien das neue Gotteslob.

 

Folgende Gotteslobexemplare werden angeboten:

 

Normal-Ausgabe 19,95 € - passendes Lederetui 25.00 €

Goldschnitt 39.00 € - passendes Lederetui  39.00 €

Großdruckausgabe 29.00 € - passendes Lederetui 39,00 €

 

 

Die Großdruckausgabe kann erst Anfang Januar 2014 erworben werden.

 

 

 

Hier noch ein Hinweis:

Ein Verzeichnis (Synopse) mit dem Vergleich der alten bzw. neuen Liednummern ist auf den Bistums-Seiten zu finden:
http://www.bistum.net/one.news/index.html?entry=page.artikel.abt.0504.57

 

Das Logo des neuen Gotteslob

 


gotteslob logoNeben vielen neuen Liedern, Andachten und anderen Inhalten, wurde auch das Äußere des Gotteslob neu gestaltet.

 

Statt dem klassischen Kreuz, ziert nun ein Symbol für die Dreifaltigkeit, welches von der Kölner Künsterlin Monika Bartholomé (Jahrgang 1950) geschaffen wurde, den Umschlag (Buchdeckel) des offiziellen katholischen Gebet- und Gesangbuches. Die Zeichnung mißt im Original 24 x 32 Zentimeter und deutet in abstrakter Weise ein Dreieck an, welches in der Kunst schon seit alters her die göttliche Dreifaltigkeit (Trinität) symbolisiert.

 

Die Kirchen- bzw. Standardausgabe des neuen Gotteslob ist in allen Bistümern gleich gestaltet. Sie verfügt über einen grauen Einband und ist mit dem roten Dreifaltigkeitsmotiv sowie der Aufschrift »Gotteslob« verziert. Die Farbkombination von Logo und Umschlag varriiert je nach Ausgabe und Bistum.
Zudem geben einige Diözesen auch Gotteslob-Ausgaben ohne das neue Logo und stattdessen bspw. mit einem klassischen Kreuz auf der Vorderseite des Umschlags heraus wie unter anderem das Erzbistum Paderborn oder das Bistum Limburg.

 

© http://www.mein-gotteslob.de

 

Behutsam aufgefrischtes Werk


Autor: Hubertus Büker

 

Was ist neu im neuen Gotteslob?


Das neue Gotteslob, das Ende Februar offiziell vorgestellt wurde und am ersten Advent eingeführt wird, versteht sich als Gebet- und Gesangbuch. Das Gebet also wird an erster Stelle genannt, der Gesang an zweiter. Trotzdem fragen die meisten zuerst: Welche Lieder stehen denn nun drin?


Das neue Gotteslob


Unter strengster Geheimhaltung ist in den vergangenen Jahren das neue Gotteslob entstanden. Wir haben schon einen Blick hinein geworfen.

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Neu aufgenommen worden sind in den 960-seitigen Stammteil keineswegs nur neue Lieder. So finden sich mehrere Stücke aus der „Deutschen Messe“ von Franz Schubert, darunter das berühmte „Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr“. Und weitere Klassiker – beispielsweise die Vertonung des Matthias-Claudius-Gedichts  „Der Mond ist aufgegangen“ oder das Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ oder der Choral „Näher, mein Gott, zu dir“ oder Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ oder Friedrich Spees „Ist das der Leib, Herr Jesu Christ“ oder „Nun ruhen alle Wälder“ und „Befiehl du deine Wege“ von Paul Gerhardt.

 

Nicht im Stammteil fanden sich bisher die beliebten Weihnachtslieder „Ihr Kinderlein, kommet“, „O du fröhliche“ und „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ – sie sind jetzt drin (und „Stille Nacht“ übrigens nun mit Noten). Auch das populäre Martinslied („Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“) findet Platz. Mehrere Lieder des evangelischen Dichters Jochen Klepper sind hinzugekommen, darunter „Ich liege, Herr, in deiner Hut“.

Alle bewährten Lieder finden sich wieder


Zahlreiche Taizé-Gesänge haben Eingang in den Stammteil gefunden, darunter das (Taizé allerdings nur zugeschriebene) „Halleluja“ und „Meine Hoffnung und meine Freude“. Mehrere seit Jahrzehnten beliebte „Hits“ aus dem Bereich Neues Geistliches Lied – von Komponisten und Textern wie Peter Janssens, Wilhelm Willms oder Lothar Zenetti – sind berücksichtigt worden: „Selig seid ihr“ etwa und „Manchmal feiern wir mitten im Tag“ und „Brot, das die Hoffnung nährt“ und „Tanzen, ja, tanzen wollen wir“. Hinzu kommen so populäre Titel wie „Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott“ oder „Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr“ oder „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ oder „Meine engen Grenzen“. Zu den ganz jungen Liedern, in den letzten zehn Jahren entstanden, zählen zum Beispiel „Behutsam leise nimmst du fort“ und „Herr, nimm auch uns zum Tabor mit“.

 

Einige der erwähnten Lieder sind bisher schon im Gotteslob enthalten gewesen – aber „nur“ in einigen Diözesanteilen. Und umgekehrt: Manche Lieder, die demnächst nicht mehr im Stammteil stehen, wandern in den einen oder anderen Diözesanteil. Im Grunde werden praktisch alle bewährten und beliebten Lieder aus dem Stammteil des alten auch in den des neuen Gotteslobs übernommen – von A wie „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ bis Z wie „Zu dir, o Gott, erheben wir“.

 

Zu den bekannteren Liedern, die im Stammteil künftig nicht mehr auftauchen, zählen „In Gottes Namen fahren wir“, „Sag Ja zu mir, wenn alles Nein sagt“, „Tag an Glanz und Freuden groß“ oder „Zieh an die Macht, du Arm des Herrn“. Und weil darüber im Vorfeld viel spekuliert worden ist: „Nahe wollt der Herr uns sein“ ist das einzige Lied aus der Feder des niederländischen Theologen Huub Oosterhuis, das aus dem Stammteil herausfällt; die anderen sechs bleiben drin, darunter „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“ und „Wer leben will wie Gott auf dieser Erde“.

Ein „Proviantpaket fürs Glaubensleben“


Die ersten rund 100 Seiten des neuen Gotteslobs aber sind „geistlichen Impulsen für das tägliche Leben“ vorbehalten. Und der dritte Hauptteil – nach dem Abschnitt „Psalmen, Gesänge und Litaneien“ – ist mit „Gottesdienstliche Feiern“ überschrieben und umfasst 340 Seiten. Schon diese Umfänge verdeutlichen: Das Gotteslob bietet eine Fülle von Anregungen für das persönliche wie das gemeinschaftliche Gebet und vielfältige Hilfen für Gottesdienste in Familie, Gruppe und Gemeinde; außerdem vermittelt es eine Menge grundlegendes Wissen über den Glauben der Katholiken. Treffend nennt es der für die Überarbeitung des Gotteslobs zuständige Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann deshalb ein „Proviantpaket fürs Glaubensleben“.

 

Ein „Proviantpaket“, das im Vergleich zum Vorgänger behutsam aufgefrischt worden ist – manches wirkt freundlicher formuliert und viele Texte aus neuerer Zeit sind ausgewählt worden. Benutzerfreundlich ist ein Verzeichnis jener Begriffe, die im Buch erklärt werden, angefangen von A wie Absolution bis hin zu Z wie Ziborium. Es gibt  zudem Querverweise auf thematisch verwandte Texte und Lieder – sehr praktisch beispielsweise für die Vorbereitung von Gottesdiensten. Und auch gestalterisch kommt das neue Gotteslob nicht mehr gar so nüchtern daher – dafür sorgen die rote Schmuckfarbe, einige wenige Fotos, schlichte zeichnerische Elemente sowie eingestreute Zitate.

 

Veröffentlicht auf www. Kirchenbote.de am 15.03.2013